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03.02.2011

Sparen trotz hoher Spritpreise

Für wenig Geld mobil sein und dabei die Umwelt schonen – geht das mit einem alltagstauglichen Auto? Ja, sagt der Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern im VBEW e.V. Das Fahrzeug sollte allerdings einen Erdgasantrieb besitzen, denn der alternative Kraftstoff ist deutlich günstiger als Benzin und Diesel. „Und er erzeugt wesentlich weniger CO2 und Schadstoffe“, wie der Initiativkreis mitteilt.

Bezogen auf die Kraftstoffpreise war 2010 das bisher teuerste Jahr für alle Autofahrer, deren Fahrzeuge Benzin benötigen. Diesel verteuerte sich eindeutig, ohne jedoch das durchschnittliche Preisniveau von 2008 zu erreichen. – Das sind Ergebnisse von Berechnungen des ADAC, der außerdem allwöchentlich die aktuellen Durchschnittspreise im Vergleich zur Vorwoche veröffentlicht.

Anfang 2011 ging es ähnlich unerfreulich weiter für alle, die auf Benzin und Diesel angewiesen sind. So mussten Mitte Januar an vielen Tankstellen über 1,50 Euro für den Liter Benzin bezahlt werden. Bei solchen Summen würden viele Menschen über Möglichkeiten nachdenken, ihre Kosten für die oftmals täglich notwendige Autofahrt zu reduzieren, weiß Stephan Pröschold, Sprecher des Initiativkreises.

„Die Experten unserer Mitgliedsunternehmen empfehlen Erdgasautos“, so Pröschold weiter, „denn die sind im Betrieb erheblich günstiger.“ In Zahlen ausgedrückt: Mit einem Erdgasfahrzeug sind beim Tanken im Vergleich zu Benzin rund 50 Prozent und im Vergleich zu Diesel rund 30 Prozent weniger zu zahlen. Und gegenüber Autogas, auch Flüssiggas genannt, beträgt die Ersparnis rund 20 Prozent.

Bei solchen Preisunterschieden lohnt sich laut Pröschold die Anschaffung eines Erdgasautos auch für diejenigen, die eher zu den Wenigfahrern gehören. Mehrkosten bei der Anschaffung amortisierten sich in der Regel schnell. Leider sei der exakte Preisvorteil beim Blick auf die Preisbäume nicht ohne Rechnen zu erkennen. Grund: Ein Kilogramm Erdgas hat einen höheren Energiegehalt als ein Liter Benzin oder Diesel. Mit der Faustformel 50 bzw. 30 Prozent komme man aber meist gut hin, meint Pröschold.


Sanft zum Klima
Zu den ökonomischen Pluspunkten gesellen sich ökologische Vorzüge. Erdgasautos stoßen bis zu 25 Prozent weniger klimaschädliches Kohlendioxid aus als Benziner mit vergleichbarer Motorisierung. In ihrem Energiekonzept hat sich die Bundesregierung dafür ausgesprochen, den Steuersatz künftig von den CO2-Emissionen abhängig zu machen. Pröschold: „Das könnte dem Fahren mit Erdgas weiteren Auftrieb geben.“

Ein zusätzliches Umwelt- und Klimaplus bedeutet die Beimischung von Bio-Erdgas, die bundesweit derzeit bereits an 15 Prozent aller Erdgas-Tankstellen erfolgt. Der regenerativ erzeugte Kraftstoff entsteht aus Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen, was bei Einsatz von 100 Prozent Bio-Erdgas laut Deutscher Energie-Agentur zu 97 Prozent weniger CO2-Ausstoß im Vergleich mit Benzinern führt.

Im Jahr 2020 sollen Neuwagen nach den Plänen der EU-Kommission nur noch durchschnittlich 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Ein Ziel, das sich nach einer Studie des CAR-Center Automative Research der Universität Duisburg-Essen bereits 2015 erreichen ließe – und das ohne nennenswerte Zusatzkosten. Die nötige Technologie, nämlich Erdgasautos, sei vorhanden, so die Wissenschaftler. Neben der hervorragenden Klimabilanz ist die „Weste“ von Erdgasfahrzeugen auch bei Luftschadstoffen sauberer als die der klassisch angetriebenen Autos.


Reiche Modellauswahl und dichtes Tankstellen-Netz
Die Hersteller bieten Varianten für nahezu jeden Anspruch an – vom Kleinwagen bis zum besonders dynamischen Modell mit Erdgas-Turbomotor. Zudem seien Erdgastankstellen in Nordbayern wie auch bundesweit flächendeckend vorhanden, berichtet Pröschold. „Einer Entscheidung pro Erdgas im Tank steht also nichts im Weg.“

Das sieht auch der ADAC so. „Die geringere Umweltbelastung, die Verringerung der Abhängigkeit von konventionellen Kraftstoffen und nicht zuletzt die Sparmöglichkeiten durch die bis 2018 garantierte steuerliche Subvention sind eindeutige Vorteile des Gasbetriebs“, sagt Jürgen Hildebrandt, Abteilungsleiter Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern.
 

1. Februar 2011

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