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Begriffserklärung (Glossar)

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Abwärme

Abwärme ist der bei der Kraft- oder Wärmeerzeugung anfallende Anteil an Wärmeenergie, der ungenutzt in die Umwelt entweicht. Bei Kraftwerken und industrieller Produktion treten große Mengen Abwärme auf, die über Kühltürme abgeleitet werden. Durch Nutzung von Abwärme zu Heizzwecken kann ein wesentlicher Beitrag zu einer rationellen Energieversorgung geleistet werden.

Benutzungsstunden

Benutzungsstunden sind die in Stunden ausgedrückte Benutzungsdauer als Quotient einer Energiemenge in einer Zeitspanne und der höchsten darin aufgetretenen Energieleistung.

Brennstofforgel

Die Brennstofforgel vergleicht tabellarisch die Heizwerte und Dichten ausgewählter Brennstoffe zueinander. 

Brennwert (Zeichen: Ho - international: Hs)

Der Brennwert eines fossilen Brennstoffes bezeichnet die fühlbare Wärmeenergie zuzüglich der sogenannten latenten Wärmeenergie, welche bei der Verbrennung frei gesetzt wird. Die latente Wärme ist im Wasserdampf gebunden und kann durch die Brennwerttechnik durch Kondensation des Wasserdampfes (Vergleich: Heizwert) genutzt werden.

Brennwertnutzung

Bei der Brennwertnutzung wird die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärme (latente Wärme) durch einen zweiten Abgaswärmetauscher nutzbar gemacht. Dadurch erhöht sich der Nutzungsgrad der Anlage um bis zu 10 Prozentpunkte.

Einheiten

Kilo = k = Tausend = 103
Mega = M = Million = 106
Giga = G = Milliarde = 109
Tera = T = Billion = 1012
Peta = P = Billiarde = 1015
Exa = E = Trillion = 1018

Grundleistung

Grundleistung ist derjenige Teil der gesamten Netto-Leistung eines Kraftwerkparks, der aufgrund seiner Kostenstruktur (insbesondere niedrige Arbeitskosten) eine möglichst hohe Einsatzpriorität erhält. Hieraus folgt eine hohe Ausnutzungsdauer (> 7500 Stunden pro Jahr).

Grundleistungs-Kraftwerke

Grundleistungs-Kraftwerke sind z. B. Laufwasser-, Braunkohle- und Kernkraftwerke.

GuD-(Heiz)Kraftwerk

Die Abkürzung "GuD" steht für "Gas- und Dampfturbinen". Ein GuD-Heizkraftwerk ist eine KWK-Anlage, bei welcher der Gasturbinenprozess mit einem Dampfturbinenprozess gekoppelt wird. Dadurch können besonders hohe Stromkennzahlen und hohe Gesamtnutzungsgrade realisiert werden.

Heizkraftwerk

Ein Heizkraftwerk ist eine Energiezentrale, bei welcher das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) angewandt und sowohl Strom- als auch Nutzwärme bereit gestellt wird. (Vergleich: Kraftwerk)

Heizwert (Zeichen: Hu)

Der Heizwert eines fossilen Brennstoffes bezeichnet die fühlbare Wärmeenergie, welche bei der Verbrennung frei gesetzt wird.

Jahresdauerlinie

Eine Jahresdauerlinie stellt den (kumulierten und leistungsmäßig geordneten) Leistungsbedarf eines Versorgungsobjekts in Abhängigkeit von der benötigten Nutzungszeit dieser Leistung dar. Eine Jahresdauerlinie stellt ein wichtiges Hilfsmittel für die Planung von BHKW-/KWK-Anlagen dar. Dabei gibt die Jahresdauerlinie Auskunft darüber, wie viele Stunden pro Jahr eine bestimmte Leistung in dem Versorgungsobjekt benötigt wird.

Kilowatt (kW)

Leistungsangabe einer Energieerzeugungs-Anlage.

Eine BHKW-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 100 kW stellt (unter Vollast) 100 Kilo-Joule elektrische Energie je Sekunde bereit.

Kilowattstunde (kWh)

Energieeinheit, welche häufig im Bereich der Energieversorgung verwendet wird.

1 kWh = 3.600 Kilo-Joule (kJ)

Kraftwerk

Ein Kraftwerk ist eine Energiezentrale, welche lediglich Strom erzeugt. Solche Anlagen werden auch als Wärme- oder Kondensations-Kraftwerke bezeichnet, da die Stromproduktion über den Umweg der Wärmeerzeugung realisiert wird und die anfallende Abwärme durch Kühlanlagen (z. B. Kühltürme) mittels Kondensation gekühlt werden muss.

Lambda-Wert (Zeichen: l)

Der Lambda-Wert (Zeichen: l) gibt das Verbrennungsluft-Verhältnis an. Dabei bezieht sich der Wert auf die Luftmenge, welche für eine vollständige Verbrennung (stöchiometrische Verbrennung) notwendig ist. Ein Verbrennungsvorgang, bei dem doppelt so viel Luft vorhanden ist, wie für eine vollständige Verbrennung benötigt würde, weist demnach ein Lambda-Wert 2 auf.

Megawatt (MW)

Leistungsangabe

1 MW = 1.000 kW

Mittelleistungen

Mittelleistung ist derjenige Teil der gesamten Netto-Leistung eines Kraftwerkparks, der für den Betrieb mit häufig wechselnder Betriebsleistung und für tägliches An- und Abfahren ausgelegt ist. Aufgrund seiner Kostenstruktur (mittlere Arbeitskosten) erhält die Mittelleistung eine nachgeordnete Einsatzpriorität. Hieraus erfolgt eine mittlere Ausnutzungsdauer (> 4000 Stunden pro Jahr).

Mittelleistungs-Kraftwerke

Mittelleistungs-Kraftwerke sind z. B. Steinkohle-, Öl- und Gaskraftwerke

Nutzungsgrad (z)

Der Nutzungsgrad (Zeichen: z) eines Prozesses ist der Quotient aus der nutzbar abgegebenen Energie und dem Energieeinsatz in einer (längeren) Berichtszeit. In der Berichtszeit sind alle auftretenden Betriebszustände, Anfahr-, Bereitschafts- und Teillastbetriebszeiten eingeschlossen. Die Nutzungsgrad-Angabe fällt daher geringer aus als die Wirkungsgrad-Angabe.

Primärenergieträger

Als Primärenergieträger bezeichnet man den eingesetzten Brennstoff (Erdgas, Steinkohle, Braunkohle, Heizöl etc.).

spezifische CO2-Emisionen (g)

Spezifische CO2-Emisionen (g) sind CO2-Emissionen, welche auf eine bestimmte Energiemenge (z. B. je kWh Primärenergieeinsatz oder je kWh elektrische Energie) bezogen werden. Die Angabe spezifischer CO2-Emissionen ermöglichen einen Vergleich, da die emittierte CO2-Menge auf eine identische Größe bezogen wird.

Spitzenleistung

Spitzenleistung ist derjenige Teil der gesamten Netto-Leistung eines Kraftwerkparks, der mehrmaliges Anfahren je Tag, kurze Anfahrzeiten und hohe Leistungsänderungs-Geschwindigkeiten zulässt. Aufgrund seines meist begrenzten Arbeitsvermögens und seiner Kostenstruktur (hohe Arbeitskosten) wird die Spitzenleistung nur in speziellen Bedarfsfällen eingesetzt. Hieraus erfolgt eine geringe Ausnutzungsdauer.

Spitzenleistungs-Kraftwerke

Spitzenleistungs-Kraftwerke sind Gasturbinen- und Pumpspeicher-Kraftwerke, wobei hierzu z. T. auch Speicherkraftwerke gehören.

Stromkennzahl

Quotient aus der bereitgestellten Strommenge und der nutzbaren Wärmemenge eines KWK-Prozesses.

Bsp.: Ein BHKW, welches gleichzeitig 150 kWh Strom und 300 kWh Wärme bereitstellt, besitzt eine Stromkennzahl von 0,5 (Rechnung: 150/300=0,5).

Wirkungsgrad (h)

Der Wirkungsgrad (Zeichen: h) eines Prozesses ist der Quotient aus der nutzbar abgegebenen Energie und dem Energieeinsatz in einer (kurzen) Messzeit. 

Kennzahlen

Anzahl BHKW (gesamt)
139 Stück
Elektrische Leistung
ca. 22.756,60 kW
CO2-Einsparung*
ca. 111.365,05 to/Jahr


Aktuelles

03.02.2016

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22.12.2015

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10.12.2015

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